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    Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Hier finden Sie verfasste Artikel zu bestimmten Themen.

    Nehmen Sie die Initiative für eine 13. AHV Rente am 3. März an?

    Die Umfrage läuft bis Sonntag 3. März 2024, 09:21.
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    Umfrage Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Administrator »

    Am 3. März stimmt die Schweiz über die 13. AHV Rente ab.

    Warum diese Initiative keine gute Lösung ist und was anstelle eine geeignetere Lösung wäre, erfahren Sie hier.

    Im folgenden Link ist die Initiative erläutert.
    https://www.admin.ch/gov/de/start/dokum ... rente.html

    Die Initiative bezweckt den Existenzbedarf im Alter angemessen zu decken, und will daher analog eines 13. Monatslohnes eine 13. AHV Rente ausrichten.
    Das bedeutet für Einzelpersonen, welche die Maximalrente erhalten einen Zustupf von 2450.- und für Ehepaare 3675.- pro Jahr. Wer eine geringere Rente erhält, kriegt aber entsprechend weniger.

    Prinzipiell erreicht die Initiative, dass alle AHV Rentner etwas mehr Geld erhalten. Problematisch dabei ist, dass
    - Personen mit geringen Renten weniger erhalten als Personen welche die Maximalrente beziehen
    - AHV Rentner mit kleineren Renten den Zustupf am nötigsten haben
    - Auch AHV Rentner welche keinen finanziellen Engpass haben einen Zustupf erhalten
    - sie nicht das gesamte Einkommen eines AHV Rentners berücksichtigt (Pensionskasse, andere Einkommensquellen)
    - sie den Zustupf in Form einer zusätzlichen Rentenzahlung ausrichtet und nicht über das Jahr verteilt in die Rentenzahlungen einfliesst, und somit den AHV Rentnern unter dem Jahr finanziell nicht hilft

    Die 13. AHV Rente ist daher ungerecht und berücksichtigt nur unangemessen die Gruppe, welche es am Nötigsten hat.

    Mit dem heutigen System können Personen bei denen die Altersvorsorge nicht ausreicht, Ergänzungsleistungen beantragen. Dieses System ist insofern gerecht, dass es denen hilft, die es nötig haben und unterbindet einen ungerechtfertigten Bezug.

    Es ist unbestritten dass die AHV Renten (1. Säule) tief sind. Vor allem wer wenig verdient hat, kriegt vergleichsweise eine kleine Rente (Minimalrente bei voller Beitragsdauer 1225.- pro Monat). Personen mit geringem Einkommen haben dazu in der Regel noch ein geringes Pensionskassenvermögen bzw. eine kleine Pensionskassenrente (2. Säule). Selbständige unter Umständen gar keine Pensionskasse.

    Die Initiative für eine 13. AHV macht daher wenig Sinn. Sie verteilt das Geld ungeachtet der Notwendigkeit.

    Will man langfristig eine existenzsichernde Altersvorsorge etablieren, wäre es notwendig:
    - die Minimalrenten anzuheben
    - die Gesamtsituation einer Person zu betrachten (alle Einkommen)
    - die Altersrenten in regelmässigen Abständen den wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen (z.B. jedes Jahr)

    Machbar wäre dies, indem die AHV direkt an die Wirtschaft gekoppelt wird, zum Beispiel durch eine Sozialsteuer die auf jeden Betrag erhoben wird, der in der Schweiz oder mit schweizer Franken bezahlt wird. Ähnlich der Mehrwertsteuer. Das würde bedeuten, dass auch Touristen oder Ausländer unsere AHV mitfinanzieren, ebenso Firmen aus dem Ausland welche Schweizer Produkte und Dienstleistungen erwerben. Es hiesse auch, dass alle Schweizer Bürger, ungeachtet Ihres Erwerbsstatus und Einkommens eine einheitliche Altersvorsorge erwarten können. Und auch im Rentenalter finanzieren Sie einen Teil mit, durch die Einkäufe und Mieten welche Sie zahlen. Solidarisch wäre dieses System, weil die welche mehr konsumieren können, auch mehr für die Gemeinschaft einbringen, wie es bei den Steuern ebenso ist.
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    Chrigo
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

    Mit dem heutigen System können Personen bei denen die Altersvorsorge nicht ausreicht, Ergänzungsleistungen beantragen. Dieses System ist insofern gerecht, dass es denen hilft, die es nötig haben und unterbindet einen ungerechtfertigten Bezug.
    Zum 01.01.2024 werden viele Ergänzungsleistungen gekürzt. Was ist damit? Dann reicht die 13.Rente auch nicht mehr, um das auszugleichen. Zumal ja viele nicht die volle Rente bekommen.
    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine 13. Rente Einkommens- und Vermögenswerteabhängig sein sollte, aber das widerspricht offenbar einem Gleichheitsprinzip?
    Prinzipiell erreicht die Initiative, dass alle AHV Rentner etwas mehr Geld erhalten. Problematisch dabei ist, dass.......- sie den Zustupf in Form einer zusätzlichen Rentenzahlung ausrichtet und nicht über das Jahr verteilt in die Rentenzahlungen einfliesst, und somit den AHV Rentnern unter dem Jahr finanziell nicht hilft
    Das wäre zwar wünschenswert, aber ist mit einem riesigen bürokratischen und technischem Aufwand verbunden, ich denke mal, es ist derzeit so noch nicht machbar.
    Will man langfristig eine existenzsichernde Altersvorsorge etablieren, wäre es notwendig:
    - die Minimalrenten anzuheben
    - die Gesamtsituation einer Person zu betrachten (alle Einkommen)
    - die Altersrenten in regelmässigen Abständen den wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen (z.B. jedes Jahr)
    Einverstanden!
    Machbar wäre dies, indem die AHV direkt an die Wirtschaft gekoppelt wird, zum Beispiel durch eine Sozialsteuer die auf jeden Betrag erhoben wird, der in der Schweiz oder mit schweizer Franken bezahlt wird. Ähnlich der Mehrwertsteuer. Das würde bedeuten, dass auch Touristen oder Ausländer unsere AHV mitfinanzieren, ebenso Firmen aus dem Ausland welche Schweizer Produkte und Dienstleistungen erwerben. Es hiesse auch, dass alle Schweizer Bürger, ungeachtet Ihres Erwerbsstatus und Einkommens eine einheitliche Altersvorsorge erwarten können. Und auch im Rentenalter finanzieren Sie einen Teil mit, durch die Einkäufe und Mieten welche Sie zahlen. Solidarisch wäre dieses System, weil die welche mehr konsumieren können, auch mehr für die Gemeinschaft einbringen, wie es bei den Steuern ebenso ist.
    Hier haben Sie nicht bedacht, dass damit auch für Wenigverdiener höhere Lebenshaltungskosten anfallen, die Touristen evtl. in günstigere Länder wieder abwandern wie schon so oft und ebenso ausländische Firmen auf andere ausländische Firmen zurückgreifen, die eben günstiger sind. Sicher steht die Schweiz gerade in der Produktion für eine hohe Qualität, aber die hohen und dann noch höheren Preise will dann keiner mehr zahlen, was die Gefahr birgt, dass Schweizer Firmen die Produktion ins Ausland verlegen um in Europa konkurrenzfähig zu bleiben. Auch z.B. im Tourismus lässt vieles noch zu wünschen übrig, er wird als überteuert empfunden, nicht kinderfreundlich.

    Viele Grüsse, Chrigo
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    Chrigo
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Administrator »

    Chrigo hat geschrieben: Sonntag 28. Januar 2024, 23:54
    Mit dem heutigen System können Personen bei denen die Altersvorsorge nicht ausreicht, Ergänzungsleistungen beantragen. Dieses System ist insofern gerecht, dass es denen hilft, die es nötig haben und unterbindet einen ungerechtfertigten Bezug.
    Zum 01.01.2024 werden viele Ergänzungsleistungen gekürzt. Was ist damit? Dann reicht die 13.Rente auch nicht mehr, um das auszugleichen. Zumal ja viele nicht die volle Rente bekommen.
    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine 13. Rente Einkommens- und Vermögenswerteabhängig sein sollte, aber das widerspricht offenbar einem Gleichheitsprinzip?
    Prinzipiell erreicht die Initiative, dass alle AHV Rentner etwas mehr Geld erhalten. Problematisch dabei ist, dass.......- sie den Zustupf in Form einer zusätzlichen Rentenzahlung ausrichtet und nicht über das Jahr verteilt in die Rentenzahlungen einfliesst, und somit den AHV Rentnern unter dem Jahr finanziell nicht hilft
    Das wäre zwar wünschenswert, aber ist mit einem riesigen bürokratischen und technischem Aufwand verbunden, ich denke mal, es ist derzeit so noch nicht machbar.


    Einverstanden!



    Hier haben Sie nicht bedacht, dass damit auch für Wenigverdiener höhere Lebenshaltungskosten anfallen, die Touristen evtl. in günstigere Länder wieder abwandern wie schon so oft und ebenso ausländische Firmen auf andere ausländische Firmen zurückgreifen, die eben günstiger sind. Sicher steht die Schweiz gerade in der Produktion für eine hohe Qualität, aber die hohen und dann noch höheren Preise will dann keiner mehr zahlen, was die Gefahr birgt, dass Schweizer Firmen die Produktion ins Ausland verlegen um in Europa konkurrenzfähig zu bleiben. Auch z.B. im Tourismus lässt vieles noch zu wünschen übrig, er wird als überteuert empfunden, nicht kinderfreundlich.

    Viele Grüsse, Chrigo

    Die Bundesverfassung besagt, dass die AHV den Existenzbedarf im Alter angemessen decken muss. Im Prinzip kann man argumentieren dass dies nicht der Fall ist. Kompliziert wird es dadurch weil unsere Altersvorsorge auf mehreren Säulen beruht. Dass sich ein System der Ergänzungsleistungen etablieren konnte unterstreicht dies eigentlich noch.
    Die Finanzierung der Altersvorsorge anhand des BIP, welches eine recht konstante Grösse ist, und sich in den letzten 30 Jahren verzehnfacht hat. Wäre sicher nicht schlecht. Überschüsse können angelegt oder auf die Seite gelegt werden für Zeiten des Mehrbedarfs. Haushalten halt. Ausserdem folgt es der Kaufkraft. Dadurch dass das BIP eben alle Bereiche abdeckt, gleichen sich Veränderungen von selbst aus.
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

    Hallo,
    es überzeugt mich noch nicht restlos und ich würde momentan für beide Vorlagen Nein stimmen.

    [quoteDie Bundesverfassung besagt, dass die AHV den Existenzbedarf im Alter angemessen decken muss. Im Prinzip kann man argumentieren dass dies nicht der Fall ist. Kompliziert wird es dadurch weil unsere Altersvorsorge auf mehreren Säulen beruht. Dass sich ein System der Ergänzungsleistungen etablieren konnte unterstreicht dies eigentlich noch.
    Die Finanzierung der Altersvorsorge anhand des BIP, welches eine recht konstante Grösse ist, und sich in den letzten 30 Jahren verzehnfacht hat. Wäre sicher nicht schlecht. Überschüsse können angelegt oder auf die Seite gelegt werden für Zeiten des Mehrbedarfs. Haushalten halt. Ausserdem folgt es der Kaufkraft. Dadurch dass das BIP eben alle Bereiche abdeckt, gleichen sich Veränderungen von selbst aus.][/quote]

    Selbst wenn man das jetzt so anwenden würde, käme es zu spät, denn ab ca. 2030 hat die AHV ein massives Defizit, welches man mit anderen Mitteln auffangen müsste. Das würden auch wiederum Menschen mit zu geringer AHV mittragen müssen.
    Die Bundesverfassung ist ja gut und schön formuliert, aber nur schon durch die 2., 3.Säule und den Ergänzungsleistungen zeigt es doch schon, dass da irgendwo ein Rechenfehler ganz am Anfang liegt.
    Eine 3. Säule kann sich auch nur jemand leisten, der genug verdient, dagegen habe ich auch nichts.

    Tatsache ist, dass die AHV für einen Geringverdiener schon lange später nicht mehr ausreicht, um sich das Rentenleben zu finanzieren und damit meine ich nicht die reiselustigen Rentner und diejenigen, die jetzt ihre Hobbys pflegen, sondern das tägliche Überleben bis zum Monatsende. Eine 2. Säule haben auch längst nicht alle, und wenn, sind sie auch damit oft genug auf Ergänzungsleistungen angewiesen.
    Und was ist den Kürzungen ab 2024 verschiedener Ergänzungsleistungen? Verschiedene Hürden werden höher gesetzt, das schreckt viele ab, die Leistungen, die Ihnen zustehen, auch zu beantragen!
    Man muss das ganze System überdenken, damit auch die heutigen Jungen nicht noch mehr belastet werden und nicht immer weiter an einem Flickenteppich basteln.
    Viele Grüsse, Chrigo
    C
    Chrigo
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

    Und noch ein interessanter Artikel:
    https://www.infosperber.ch/gesellschaft ... iesskanne/
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    traurig
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von traurig »

    Der Witz an der Geschichte ist, dass ja die EL VOR allen anderen Änderungen an der AHV-Rente zu Ungunsten der Rentner angepasst wurde. Also auch da gespart wird, weil man gemerkt hat, dass es immer wie mehr Rentner betrifft...

    Und das ewige Gejammere, dass das Geld in der AHV nicht reicht für künftige Generationen höre ich schon seit über 30 Jahren. Auch, dass man länger arbeiten soll, viele Ü50 aber grundsätzlich von den Arbeitgebern entlassen werden und keine Stelle mehr finden. Das heisst also, entweder Sozialamt, so steigen die Kosten einfach da, oder man muss sein Erspartes und die Pensionskassengelder aus dem Freizügigkeitskonto auslösen, sobald möglich, um nicht in auf das Sozialamt zu müssen. Dafür muss man dann in die EL, also auch da steigende Ausgaben...

    Zudem sterben ja jährlich auch so ein zwei Rentner... manche sogar schon vor der Rente. Es werden nicht alle 80/90 oder 100-jährig. Es wird aber grundsätzlich davon ausgegangen.
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    Chrigo
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

    Das stimmt, das Gejammere, dass die AHV nicht für alle reichen wird, dauert schon eine halbe Ewigkeit, aber es stimmt auch, denn nicht umsonst wurden die 2. und 3. Säule erschaffen sowie die Ergänzungsleistungen.
    Das Problem ist, dass die normale AHV, die laut Grundgesetz jedem Bürger ein sorgenfreies Auskommen im Rentenalter absichern sollte, nicht mehr grundsätzlich und überall ausreicht. Mit Kinderarmen Jahren, also weniger Jungen in Beschäftigung, aber immer mehr Rentnern, Menschen in Teilzeitarbeit (hauptsächlich Mütter) lässt sich leicht ausrechnen, dass die wenigen Jungen die eigene AHV tatsächlich bald nicht mehr stemmen können geschweige denn die der jetzigen Rentner. Da hilft auch keine 2. Säule und auch keine EL. Die 3. Säule ist eh nur den Gutverdienenden vorbehalten.
    Ein erspartes Vermögen dient grundsätzlich aber auch zu Altersversorgung. Man kann erst dann zum Sozialamt, wenn dieses aufgebraucht ist.
    Ich finde das eigentlich vernünftig.

    Unfair und stossend finde ich aber, dass die EL schon ab jetzt gekürzt wurden, weshalb auch eine 13. Rente vielen keinen Ausgleich dafür schaffen würde. Unterm Strich stehen sie trotz 13. Rente mit weniger als bisher da und deshalb bin ich dafür, dass man nicht wieder irgendein Loch flicken will, sondern vielleicht mal ganz grundsätzlich das System überdenkt und ändert.
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    Chrigo
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

    Lesenswert:
    https://www.20min.ch/story/daenemark-us ... -103037304
    Aber so ganz seriös empfinde ich diese Berichterstattung nicht, da hier nur das allgemeine Rentenalter in unterschiedlichen Ländern miteinander verglichen wird, aber nicht die unterschiedliche Rentenvorsorge. So haben andere Länder z.B. keine 2. oder 3. Säule. Oder eine private zusätzliche Rentenversicherung ist anders aufgebaut al hier in der Schweiz.
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    traurig
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von traurig »

    Chrigo hat geschrieben: Samstag 10. Februar 2024, 00:31
    Ein erspartes Vermögen dient grundsätzlich aber auch zu Altersversorgung. Man kann erst dann zum Sozialamt, wenn dieses aufgebraucht ist.
    Ich finde das eigentlich vernünftig.

    Unfair und stossend finde ich aber, dass die EL schon ab jetzt gekürzt wurden, weshalb auch eine 13. Rente vielen keinen Ausgleich dafür schaffen würde. Unterm Strich stehen sie trotz 13. Rente mit weniger als bisher da und deshalb bin ich dafür, dass man nicht wieder irgendein Loch flicken will, sondern vielleicht mal ganz grundsätzlich das System überdenkt und ändert.
    Klar ist ein gespartes Vermögen auch für die Altersversorung aufzubrauchen. Viele haben aber gar keines oder müssen, weil mit Ü50 entlassen, das Vermögen schon vor dem 65. Altersjahr aufbrauchen inkl. Pensionskasse (BVG), wenn man denn schon dran kommt an das Freizügigkeitskonto. Danach bleibt noch Frühpensionierung und EL. Oder vorher eben Sozialamt, wenn man es nicht ohne schafft. Und das Sozialamt bedient sich dann noch am BVG und fordert daraus Rückzahlungen...

    Ich sage ja, die EL wurde vorsorglich schon vor allen anderen Änderungen an AHV und BVG schnell unauffällig geändert, weil man genau wusste, dass immer wie mehr in den EL landen. Auch als EL-Bezüger würde sicher eine 13. AHV Rente etwas "Luft" verschaffen, frei nach dem Motto "jeder Rappen zählt".
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

    Ist schon klar, dass jeder Rappen zählt!
    Ab es würde wesentlich mehr in der AHV zum Nutzen wirklich Bedürftigen verbleiben, wenn die 13. Rente nicht auch denen geschenkt würde, die es nicht brauchen.
    Da alles auf dem Solidaritätsprinzip basiert, (die Jungen zahlen heute für meine Rente), sollte die Solidarität auch umgekehrt erfolgen: wenn ich keine 13. Rente brauche, belaste ich die heutigen Jungen nicht mit noch mehr und höheren Abgaben!
    Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Leute jetzt im Auge haben, eine zusätzliche Rente zu bekommen, aber das Problem ist damit nicht grundsätzlich gelöst und wird weiter bestehen. Vorerst ist es nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Und durch die zusätzliche Ungerechtigkeit, die EL gleichzeitig zu kürzen oder den Zugang dazu schwerer zu machen, macht es den heutigen Bedürftigen auch mit einer jährlichen 13. Rente nicht leichter über die Runden zu kommen.
    Meiner Ansicht nacht, wird versucht, das Problem auf andere Bereiche (z.B. Sozialhilfe o.ä.) zu verlangern, anstatt grundsätzlich die AHV neu zu überdenken und zu organisieren.
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Administrator »

    Chrigo hat geschrieben: Sonntag 11. Februar 2024, 23:46 Ist schon klar, dass jeder Rappen zählt!
    Ab es würde wesentlich mehr in der AHV zum Nutzen wirklich Bedürftigen verbleiben, wenn die 13. Rente nicht auch denen geschenkt würde, die es nicht brauchen.
    Da alles auf dem Solidaritätsprinzip basiert, (die Jungen zahlen heute für meine Rente), sollte die Solidarität auch umgekehrt erfolgen: wenn ich keine 13. Rente brauche, belaste ich die heutigen Jungen nicht mit noch mehr und höheren Abgaben!
    Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Leute jetzt im Auge haben, eine zusätzliche Rente zu bekommen, aber das Problem ist damit nicht grundsätzlich gelöst und wird weiter bestehen. Vorerst ist es nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Und durch die zusätzliche Ungerechtigkeit, die EL gleichzeitig zu kürzen oder den Zugang dazu schwerer zu machen, macht es den heutigen Bedürftigen auch mit einer jährlichen 13. Rente nicht leichter über die Runden zu kommen.
    Meiner Ansicht nacht, wird versucht, das Problem auf andere Bereiche (z.B. Sozialhilfe o.ä.) zu verlangern, anstatt grundsätzlich die AHV neu zu überdenken und zu organisieren.
    Ich sehe folgende Problematik. Jeder Rentner 'profitiert' von einer 13. Rente. Entsprechend besteht ein individueller Vorteil und somit wahrscheinlich der Wunsch JA zu stimmen. Kann ich auch niemandem verübeln. Dann besteht seit Jahren das Thema der zu tiefen Renten und bisher wurde nicht viel gemacht. Entsprechend wäre es für die Regierung ein Zeichen sich endlich daran zu machen. Somit kann eine JA-Stimme als Veränderungsbedarf angesehen werden. Auf der anderen Seite macht für mich die Initiative so wie sie geschrieben ist und mit der nach der Abstimmung noch zu klärenden Finanzierung wenig Sinn, aus Gründen die im Eingangsbeitrag bereits erwähnt wurden. Wird die Initiative angenommen, wird der Apparat angeworfen und es müssen zahlreiche Änderungen vorgenommen werden. Wenn man das dann wieder ändern will zu gunsten einer gerechteren Lösung ist das aufwändig. Weshalb mir eine andere Lösung die 'richtiger' ist, lieber wäre.

    Aus sozialen Gründen würde ich JA stimmen, damit mal alle die wenig haben einen Zustupf erhalten (auch wenn unklar ist wie stark dieser hilft). Aus ausgleichender Sicht würde ich aber NEIN stimmen, weil viele profitieren die es nicht dringend nötig haben. Um ein Zeichen zu setzen würde ich JA-Stimmen. Um das 'Richtige' zu tun (was ich langfristig für die beste Lösung halte) würde ich NEIN stimmen.
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Chrigo »

    Welch salomonische Antwort! :)
    Ich sehe es wie Sie, aber es hilft mir noch immer nicht bei der Frage, ob ich jetzt Ja oder Nein stimmen soll.
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    Re: Information zur Abstimmung vom 3. März 2024 über die Initiative für eine 13. AHV Rente

    Ungelesener Beitrag von Administrator »

    Chrigo hat geschrieben: Montag 12. Februar 2024, 19:37 Welch salomonische Antwort! :)
    Ich sehe es wie Sie, aber es hilft mir noch immer nicht bei der Frage, ob ich jetzt Ja oder Nein stimmen soll.

    :)

    Wenn ich mir unsicher bin wie ich mich entscheiden soll, entscheide ich mich in der Regel für den Status Quo oder ich enthalte mich der Stimme.

    Diese Abstimmung stellt für mich so ein Dilemma dar. Aber bis zur Abstimmung vergeht ja noch etwas Zeit.
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